Good morning, Vienna: FINALE, OHO!

kategori: EURO 2008
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Von Elmar Neveling 

Wien. Und nun also bereits das große Finale: Deutschland gegen Spanien! Es gibt wohl nicht viele, die vor drei Wochen auf diese Paarung gesetzt hätten. Sicher, rein von den Namen her sind beide nicht gerade Außenseiterteams.  



Spanien steht sich diesmal nicht selbst im Weg 

Doch Spanien startete in der Vergangenheit bei großen Turnieren immer wieder als einer der Favoriten, scheiterte dann allerdings zumeist an sich selbst. Deutschland hingegen überzeugte zwar beim Sommermärchen 2006, doch wie dieses noch unfertige Team sich jenseits der eigenen Grenzen präsentieren würde, wenn es nicht mehr vor überwiegend eigenem Publikum spielt, war ungewiss. Doch sie haben es allen Zweiflern gezeigt - beide! 

Iberer mit Glamour-Fußball 

Die Spanier haben sich sicherlich auf etwas glamourösere Weise als die Deutschen für das Endspiel in Wien qualifiziert, zeigten sie doch bereits in der Vorrunde tollen Offensivfußball. Allein die Partie gegen Italien fiel etwas ab, doch das lag weniger an der eigenen Leistung, sondern eher an der – na ja, nennen wir’s mal zurückhaltenden – Spielweise der Azzurri. Deutschland hingegen startete gegen Polen gut, spielte gegen Kroatien schlecht, um sich gegen Österreich ins Viertelfinale zu würgen, in dem dann ein absolut überzeugender Auftritt gelang. Man könnte es auch naiv-positiv formulieren: Ein gutes Pferd springt eben nur so gut, wie es muss! (3 Euro ins Phrasenschwein…) 

Favoriten bei EURO ohne Fortune 

Doch das schwarz-rot-goldene Pferd wird sich mächtig strecken müssen, um zum Abschluss auch noch die hohe Hürde Spanien zu nehmen. Denn wer diese begeisternden Russen zweimal mit drei Toren Differenz besiegt, muss von bestechender Qualität sein und geht als Favorit ins Finale. Doch die EURO anno 2008 ist bekanntlich nicht das Turnier der Favoriten - Grüße an Frankreich, Italien, Niederlande, Portugal, Kroatien… Ersparen wir uns die Plattitüde, am Sonntag den „spanischen Stier an den Hörnern zu packen“, sondern hoffen wir auf eine ähnlich glanzvolle Leistung der deutschen Mannschaft wie im Viertelfinale gegen Portugal.  

Macht’s wie gegen Ronaldo! 

Portugal - ein Team, das einen ähnlich begeisternden Offensivfußball wie Nachbar Spanien pflegt. Mit technischer Eleganz und Leichtigkeit, ein wenig verspielt und dennoch zielstrebig in seinen Aktionen. Diese spielstarken Portugiesen ließ das DFB-Team nicht zur Entfaltung kommen, in dem es selbst die Offensive suchte, gegen Ronaldo & Co. aggressiv in die Zweikämpfe ging und selbst ungeahnte feine Spielkombinationen aufzog.  

Spanien schwerer auszurechnen 

Allerdings ist das spanische Spiel nicht so fokussiert auf einen oder zwei Spieler, wie dies bei Portugal mit Ronaldo oder Deco der Fall ist. Ob Iniesta, Xavi, Silva oder Fabregas – jeder von ihnen kann ein Spiel mit einer einzigen Aktion entscheiden. Das hat das Halbfinale einmal mehr auf eindrucksvolle Weise gezeigt. Dieses formidable spanische Mittelfeld, in dem sich Entschlossenheit mit höchstem Spielverständnis paart, in den Griff zu bekommen, wird für Deutschland ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg sein.  

Fortsetzung der Erfolgsstory?  

So Jungs, ein Schritt fehlt noch zum dritten EM-Triumph nach 1972, 1980 und 1996 – auf geht’s, holt Euch den Pott! 

Eure Meinung: Am Sonntag steht das große Finale an: Deutschland gegen Spanien! Wer wird sich die europäische Krone aufsetzen und Nachfolger von Griechenland werden?


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